Fernleigh
Eine Stadt, die mit ihren Geschichten wächst

Mit SchattenSommer ist auch Fernleigh entstanden. Zunächst ohne großen Plan dahinter – ich brauchte für meine Geschichte einfach einen Schauplatz.
Eine Stadt zu erfinden, hat einen ganz besonderen Reiz. Irgendwann merkt man, wie lebendig sich ihre Straßen und Orte anfühlen, und wie sich im Kopf eine Tür öffnet, durch die man immer wieder gerne hindurchgeht.
Inzwischen ist Fernleigh für mich mehr als nur eine fiktive Stadt. Es ist mein erzählerisches Zuhause geworden – ein eigenes kleines Universum. Und es wächst weiter mit jeder neuen Geschichte.
Die Idee hinter Fernleigh
Vom Schauplatz zum Verlag
Rocky Beach, Hill Valley, Springwood, die Goon Docks – fiktive Orte waren Teil meiner Kindheit und Jugend. Und in einigen Fällen fühlt es sich so an, als wäre ich tatsächlich schon einmal dort gewesen.
Wenn man es genau nimmt. stimmt das sogar. Man kann schließlich so tief in Bücher, Serien, Filme und Hörspiele eintauchen, dass man glaubt, Straßen und Orte vor sich zu sehen. Vor allem dann, wenn ein Ort nicht nur Kulisse für eine einzelne Geschichte ist, sondern man immer wieder dorthin zurückkehrt. Stephen Kings Derry ist dafür wahrscheinlich eines der bekanntesten Beispiele – und für mich inzwischen eine Stadt, in der ich mich vermutlich genauso gut auskenne wie in Münster.
Als ich SchattenSommer geschrieben habe, sind die Straßen, Geschäfte, Gebäude und Parks in Fernleigh nach und nach entstanden. Manchmal nur für eine einzelne Szene, manchmal als wichtiger Teil der Handlung – und manchmnal als Ort, der selbst Geschichte in sich trägt.
Mit WinterErwachen bin ich nach Fernleigh zurückgekehrt. Dabei ist mir klar geworden, dass diese Stadt zu meiner erzählersichen Welt geworden ist. Und ich habe große Lust darauf, sie weiter zu erkunden. Es gibt noch viele Straßenecken, sie ich selbst nicht kenne, und Ereignisse, von denen auch ich noch nichts weiß.
Fernleigh muss nicht fertig sein – und wird es auch nie. Es gibt noch viele Türen, die sich in Romanen und Spin-offs öffnen lassen. Und weil es in Fernleigh offembar noch einiges zu erzählen gibt, trägt inwzsichen auch mein eigener Verlag den Namen der Stadt: Fernleigh Echoes Verlag.
Von Bournemouth nach Fernleigh
Ein Stück Wirklichkeit
Fernleigh ist erfunden – Südengland als Heimat meiner fiktiven Stadt dagegen kein Zufall. Mit Bournemouth verbinde ich eine persönliche Geschichte, die bis in meine Jugend zurückreicht. 1994 war ich zum ersten Mal dort, und im Jahr darauf habe ich auch meinen 18. Geburtstag in Bournemouth erlebt. Über die Jahre bin ich immer wieder zurückgekehrt und es sind Freundschaften entstanden, die bis heute bestehen.
Als Fernleigh beim Schreiben von SchattenSommer Gestalt annahm, habe ich deshalb einiges aus dem Bournemouth der Neunzigerjahre mitgenommen. Straßennamen, Gebäude und Orte haben ihren Weg in meine fiktive Stadt gefunden – manchmal ziemlich deutlich erkennbar, manchmal verändert oder an eine andere Stelle versetzt.
Fernleigh ist also kein Abbild von Bournemouth. Die Stadt hat ihre eigene Geografie und vor allem ihre eigenen Geschichten. Aber wer Bournemouth kennt, wird an einigen Stellen vielleicht etwas wiedererkennen.

Impressionen
Orte in Fernleigh
Ein kleiner Streifzug durch Fernleigh – vorbei an Straßen, Parks und Orten, die in den Geschichten auftauchen und zum Leben der Stadt gehören. Wie Fernleigh im Winter 1990/1991 aussieht, könnt ihr hier entdecken.
















